Nach drei Fahrten in Irland, wollten wir (mein Mann, unser Sohn und ich) zum ersten Mal die inländischen Gewässer austesten.
Als stolzer Bootsführerscheinbesitzer, waren die Gefühle und Erwartungen meines Mannes teils gespannt und teils nervös, aber in erster Linie voller Vorfreude.
Unser Kind wurde völlig überrascht und konnte sein Glück noch gar nicht fassen, als er realisierte, daß wir wieder Bootsurlaub machen wollten. Bis zuletzt haben wir ihm erzählt, daß wir Urlaub in den neuen Bundesländern, ohne frisches Leitungswasser, Internet und Stromversorgung machen werden.
Das arme Kind hat schlimmstes befürchtet und rief erst mal ein lautes "Ja!" aus, nachdem er die ersten Boote entdeckte und wir ihm seinen Verdacht, daß wir wieder Hausbooturlaub machen würden, bestätigten.
Natürlich hätten wir auch direkt bei Schoners Wehr buchen können, aber die zusätzliche kompetente Beratung von Herrn Kupner und die extra von ihm ausgearbeiteten Routenvorschläge waren auch diesmal Gold wert. Die Wahl fiel auf die "Jonas". Eine 12,60m lange Jacht mit 2 Doppelbettkajüten, 2 geräumigen Duschen (eine davon mit Glastür), Mikrowelle, Toaster, Kaffeemaschine, 3 Flachbildfernseher (da im Gegensatz zu Irland fast überall Landstromanschlüsse vorhanden sind) und geräumigem Küchen- und Wohnbereich. Zusätzlich zum Innensteuerstand hat die Jonas noch einen tollen Außensteuerbereich, der großzügig überdacht ist, so daß man vor Wind und Regen gut geschützt ist. Tiefenmesser, Tempomat und Fahrtstundenzähler sind Dinge, die wir von Irland noch nicht kannten. Bug- und Heckstrahlruder sind bei der Länge des Schiffes unverzichtbar. Ein tolles Gefährt, aber im ersten Moment auch erschreckend groß.
| Heckschlafzimmer |
| Innensteuerstand |
| geräumige Küche |
| Bad im Heck |
| Treppe zum Außendeck |
Nachdem wir gegen 14.00h von einem freundlichen Mitarbeiter von Schoners Wehr ausführlich eingewiesen worden sind, machten wir noch eine kurze Probefahrt. Es wurden noch Parkgebühren (2,50€/Tag) und Gebühren für Bettwäsche und Handtücher eingezogen, bevor es um 15.30h losgehen konnte.
Die Orientierung auf der Havel funktioniert ganz anders, als wir es von Irland gewohnt waren. Die Karten die man zur Miete mitbekommt sind sehr genau und alle 500m findet man an den Ufern Kilometeranzeigen. In Irland orientiert man sich an den Zahlen der Bojen. Nach einer kurzen Umgewöhnung und nur 10 cm Wasser unter dem Kiel, verließen wir das Hafengewässer in Richtung Ketzin. Das Hausboot liegt wie ein Brett auf dem Wasser und der Motor läuft verhältnismäßig ruhig.
Ungefähr 2 1/2 Stunden benötigten wir für die Strecke. Was wir nicht bedacht haben, daß es in Brandenburg gut 30-45 Minuten eher dunkel wird, als in Frankfurt, so daß unsere angepeilte Ankunftszeit mit 18.30h ziemlich kritisch wurde. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang kamen wir in Ketzin am Stadtjetty an. Außer uns parkten noch zwei andere Sportboote und dank Bug- und Heckstrahlruder war es kein Problem, das lange Mädchen zum Anlegen zu bringen.
Der Hauptunterschied beim Anlegen gegenüber Irland sind die Liegegebühre, die gleich beim Hafenmeister zu errichten sind. Dafür gibt es, natürlich auch gegen Gebühren (ca.2€/Nacht je nach Verbrauch) Landstrom. Während man in Irland mit dem eigenen Schlauch kostenlos Frischwasser auffüllt, nutzt man dort die bereits festinstallierten Schläuche und wirft ebenfalls Münzen ein. Somit kommen pro Übernachtung leicht nochmal 20€ dazu.
Ketzin war im Oktober aber nicht mehr besetzt, so daß wir keine Liegegebühren entrichten mussten.
Der Anleger kann im Sommer laut Aussage eines Einheimischen sehr voll werden, so daß es passieren kann, auf Rede liegen zu müssen.
Unser erstes Abendessen nahmen wir im Restaurant "Am Markt" in der Friedrichstraße 8, ein. Ein freundlicher Wirt servierte uns gute Hausmannskost zu fairen Preisen.
Ein kurzer Spaziergang bei Nieselregen führte uns schnell zurück auf unsere Jonas, wo wir unsere erste ruhige Nacht verbrachten.
21.10.2013
Die Sonne scheint, das Wetter ist für einen Oktober überraschend mild.
Begrüßt wurden wir von unzähligen Enten und Schwänen die um uns herumschwammen.
Aber zuerst gab es Frühstück. Was für ein Luxus für die Hausfrau! Den mitgebrachten Eierkocher (wenn man mit dem Auto, anstatt Flugzeug anreist, hat man auch Platz für solche Dinge) an gestöpselt, Espresso aufgebrüht, Toast in den Toaster, Milch in die Mikrowelle und die mitgebrachten Einkäufe auf den großen Tisch gestellt, Milch schnell aufgeschäumt und fertig ist das Frühstück mit Cappuccino oder Latte Macchiato. Sehr komfortabel und schnell gemacht. In Irland läuft das alles etwas rustikaler morgens ab. Baguettes im Gasofen aufbacken, Wasser für Kaffee und Eier in zwei Töpfen aufkochen, Milch im dritten Topf erwärmen und dabei aufpassen, dass die Brötchen nicht verbrennen bzw. mehrmals gewendet werden.
| Ketzin |
| Jonas |
Eine tolle Sache in Irland ist dagegen der Einkaufsservice. Da es in der Nähe von Schoners Wehr aber mehrere Supermärkte gibt, wird das nicht angeboten. Pech, wer wie wir sonntags anreist. Eine große Kühltasche, zu Hause befüllt, fand dafür im Kofferraum Platz.
Erst um halb zwölf brachen wir auf in Richtung Potsdam. Wir ließen den Sacrow-Paretzer-Kanal links liegen und fuhren vorbei am schönen Werder (mehr dazu am Rückweg), über den Schwielowsee und ebenfalls vorbei an Caputh. Da wir Niedrigwasser hatten, mussten wir bei der Caputher Eisenbahnbrücke auch nicht den Radarbogen umklappen. In Caputh bietet sich die Besichtigung von Albert Einsteins Sommerhaus und das Schloss an, was wir aber beides auf Grund unserer späten Abfahrt ausfallen ließen.
| Werder |
| Seilfähren haben immer Vorfahrt |
Vorsicht heißt es bei den vielen Seilfähren, die über die Havel fahren. Man Muss immer gut aufpassen, den richtigen Moment zum Passieren zu finden. Die Seilfähre von Caputh verbindet übrigens schon seit über 150 Jahren die beiden Havel-Ufer.
Nachdem wir den Templiner See mit seinen schönen Häusern und Villen passierten, erreichten wir am frühen Nachmittag den Jachthafen von Potsdam. Es war nicht leicht, einen freien Platz zu entdecken, der einerseits breit genug für unsere Jonas und gleichermaßen lang genug war.
Mit bloßem Auge konnten wir nur einen freien Liegeplatz erkennen, an den wir uns aber nicht reintrauten, da er erstens sehr eng befahrbar war und zweitens ein zweites Boot sehr nah davor quer parkte.
Also suchten wir uns einen anderen Halteplatz aus, der aber für unser Boot zu kurz war. Nach einem kurzen Anlegemanöver meldeten wir uns gleich telefonisch beim Hafenmeister (die Telefonnummern findet man alle in der Wasserkarte, die man zusammen mit dem Mietboot bekommt). Der schickte uns prompt zurück zu dem von uns gemiedenen Parkplatz. Also haben wir allen Mut zusammen genommen, Bug- und Heckstrahlruder wieder in Einsatz gebracht und in Zentimeterarbeit das Schiff in die richtige Parkposition gebracht. Da ein seitliches Aussteigen auf den engen und wackligen Stegen nicht einfach war, legten wir rückwärts an, so daß wir letztendlich bequem ein- und aussteigen konnte. Warum wir das einzige Boot waren, welches rückwärts anlegte, war uns nach diesem mühseligen, aber gut gelungenen Anlegemanöver schnell klar.
Nach einer kurzen Verschnaufpause, meldeten wir uns im Hafenbüro. Dort zahlten wir die Liegegebühr für eine Nacht in Höhe von 15€ und 10€ Pfand für den Torschlüssel, wenn wir nachts zurück aufs Hafengelände möchten. Den Stromzählerstand muß man bei Ankunft und Abreise ablesen und im Büro bezahlen.
Diverse Karten und Empfehlungen und ein Stadtplan bekommt man von den freundlichen Damen des Hafenbüros. Ebenfalls kann man über das Marinabüro eine Stadtrundfahrt buchen und sich direkt an der Marin aabholen lassen.
Nur wenige Fußminuten entfernt, erreicht man Restaurants, Geschäfte (z.B. Kaufland) und die Straßenbahn. In wenigen Minuten kommt man damit direkt ins Zentrum und ans Brandenburger Tor, welches man aber nicht mit dem gleichnamigen in Berlin verwechseln sollte.
Potsdam ist eine wunderschöne Stadt, mit vielen schmucken Villen, Cafés und Restaurants. Man fühlt sich ein wenig wie in einer Filmkulisse und kann die Stadt sehr gut zu Fuß erlaufen.
| Brandenburger Straße in Potsdam |
| Potsdam - Brandenburger Tor |
| Holländisches Viertel |
| Klosterkeller |
22.10.2013
Die Betten
unserer Jonas waren so bequem, dass wir später als geplant aufwachten. Nach
einem Frühstück bei strahlendem Sonnenschein, bezahlten wir noch unseren Strom
im Hafenbüro, um dann in Richtung Teltowkanal aufzubrechen.
| Potsdamer Jachthafen |
Heute stand
ein besonders schöner Abschnitt auf dem Plan. Langsam fuhren wir die Havel an
Potsdam vorbei und den schmucken Villen und dem Schloss Babelsberg. Die
Glienicker Brücke ließen wir erst einmal links liegen, um dann durch den Griebnitzsee
in den Teltowkanal einzufahren.
| Babelsberg |
| Glienicke Brücke |
| der erste Schubverband kam uns entgegen |
Die ca. 40km
lange Südumfahrung von Berlin wird an beiden Uferseiten von herbstlich
gefärbten Bäumen geschmückt. In Kleinmachnow treffen wir auf die einzige
Schleuse unserer Tour. Ganz anders als die kleinen Schleusen in Irland,
erwartete uns hier eine richtig große, erst einmal beängstigende Schleuse, vor
der man, wenn die Ampel rot ist, erst einmal fest machen muss. Am Anleger
befindet sich eine Gegensprechanlage mit der man Kontakt zum Schleusenwärter
aufnimmt. Wir sollten die mittlere Schleuse befahren, zum Glück nicht mit einem
Schubverband zusammen.
Nachdem wir
uns gesichert haben, begann auch schon der Schleusenvorgang, welcher kostenlos
ist.
| Schleuse Kleinmachnow |
Nachdem sich
das Tor wieder öffnete, konnten wir erst einmal wieder ausatmen und waren froh,
dass wir alles so gut gemeistert haben. Alles halb so schlimm!
Am frühen
Nachmittag erreichten wir Berlin-Tempelhof. Ein alter Hafen wurde modernisiert
und mit einem Einkaufszentrum inkl. Cafés und Restaurants erbaut. Ein schöner
Kontrast! Auch dort muss man sich sofort beim Hafenmeister melden, der einem
dann den entsprechenden Parkplatz zuweist. Auch hier sind die Gebühren gleich
fällig - 15€ zzgl. Strom, der wieder am Automat direkt bezahlt wird.
| Tempelhof |
Wir gönnten
uns eine heiße Schokolade am Hafencafé mit Blick auf unser Boot und das gesamte
Hafenbecken. Nachdem wir im benachbarten Rewe Markt unsere Vorräte aufstockten,
erkundeten wir noch etwas die Umgebung. Eine U-Bahn-Haltestelle findet man
direkt am Hafen, so dass man in wenigen Minuten in Berlin-Stadtmitte ist. Wir
empfanden den Hafen als ruhig und angenehm, was aber im Hochsommer anders sein
kann.
Am Abend
wagten wir uns in das Redo-XXL Restaurant, welches uns vom Hafenmeister
empfohlen wurde und sich gegenüber von unserem Boot befand. Wir waren zuerst
skeptisch, da wir keine Freunde von Riesenschnitzel und Co. sind, aber wir
wurden mehr als positiv überrascht. Neben der XXL Karte gab es noch eine
"normale" Karte und auch die Schnitzel gab es in S (=normale Größe).
Jedem von uns hat das Essen überraschend gut geschmeckt und der Service war
äußerst freundlich. Das Beste aber ist die Aussicht auf den kompletten Hafen.
| Tempelhof bei Nacht (rechts oben das Reno XXL-Restaurant) |
23.10.2013
Überraschender Weise war es die Nacht viel ruhiger als erwartet. So traten wir nach dem Frühstück erholt die Weiterreise an.
| Teltowkanal |
Nach erreichen der Dahme kamen wir über den Langer See und die Olympia Regatta Strecke Grünau. Über den Seddinsee ging es zum Gosener Kanal bis in den Dämmeritzsee. Auf der ganzen Strecke haben wir keinen Anleger gefunden, obwohl es einige geben muss. Also fuhren wir direkt weiter durch die wunderschöne Müggelspree und Neu- Venedig, wo sich die Müggelspree lagunenartig in viele kleine Kanäle verzweigt. Ein Highlight der gesamten Tour!
| Klein Venedig |
| Klein Venedig |
Wir fuhren bei fast windstillem Wetter über den Großen Müggelsee, bis wir wieder zurück in die Spree gefahren sind.
Nachdem wir nun schon mehrere Tage auf dem Boot lebten, stand ein völlig neues Thema auf dem Tagesplan. Ganz anders als in Irland, wo es einen Fäkalientank gibt und das Brauchwasser in die Flüsse geleitet wird, fließt in Deutschland - ganz umweltfreundlich und korrekt - auch das Dusch- und Spülwasser in den Abwassertank. Dies hat natürlich zur Folge, dass man nicht um das Leeren des Fäkaltanks herumkommt. Also musten wir in unserer Karte erst einmal einen Platz zum Abpumpen suchen. Organisiert wie wir oft sind, hatten wir Einweghandschuhe im Gepäck (die braucht man auch..) und konnten letztendlich ohne große Schwierigkeiten den Tank entleeren...natürlich auch gegen Gebühren. Wir zahlten für den Spaß 4€. Übrigens gab es keinen breiten Jetty an der Saugstation, so dass die Crew über Metallbalken klettern mussten..
Froh alles gemeistert zu haben, konnten wir unsere Fahrt auf dem Wasser fortsetzen.
| kleines Restaurant auf dem Wasser |
| Köpenick |
| hier wären wir besser nicht durchgefahren...zum Glück ging aber alles gut |
| diesen Blick hätten wir bei normaler Fahrt nicht gehabt ;-) |
Zum Glück ist alles gutgegangen, aber dummerweise mussten wir somit nochmal das Stück neben der Autobahn (Teltowkanal) entlang fahren, anstatt das viel schönere Stück durch den Britzer Zweigkanal zu passieren.
| Teltowkanal |
Da es uns am Vortag in Tempelhof so gut gefallen hat und wir auch heute wieder Probleme hatten, einen Platz zum Übernachten zu finden, sind wir wieder zurück bis zum Hafen gefahren. Wirklich in letzter Minute, also kurz vor Sonnenuntergang, erreichten wir Tempelhof.
Auch heute war der Hafen nur zu einem Viertel gefüllt, so dass wir genügend Auswahl zum Parken hatten und den Abend entspannt ausklingen lassen konnten.
| wieder zurück in Tempelhof |
24.10.2013
Strahlender Sonnenschein schien schon morgens durch die Fenster und sollte uns den ganzen Tag begleiten. Was für ein herrliches Wetter für Oktober!
| einzigste Schleuse auf der Strecke: Kleinmachnow |
| Zufahrt zum Stölpchensee |
| Stölpchensee |
| Stölpchensee |
| Wannsee |
| Bildunterschrift hinzufügen |
Diesmal kamen wir automatisch unter der Glienicker Brücke durch, wo im kalten Krieg die Agenten ausgetauscht worden sind.
| Casino Glienicke |
Gegen zwei Uhr erreichten wir wieder Potsdam und machten am gleichen Anleger wie vor drei Tagen fest.
| Chinesisches Teehaus |
Am anderen Ende vom Park, gegenüber vom Brandenburger Tor, entdeckten wir ein tolles italienisches Restaurant namens Assaggi Zwar nicht ganz billig, aber mit wunderbarem Essen in angenehmen Ambiente mit super netter Bedienung.
| Luisenplatz mit Brandenburger Tor |
Müde vom Fußmarsch stiegen wir nach dem Essen in die Straßenbahn, um wieder zurück zum Boot zu fahren.
Dieser Tag war ein Highlight der Tour.
25.10.2013
Von Potsdam führte uns die heutige Tagestour zurück bis Ketzin. Diesmal fuhren wir an Werder nicht vorbei, sondern planten einen längeren Stopp ein. Neben Potsdam ist Werder ein weiteres Highlight unserer Tour. Es lohnt sich, die kleine Inselstadt zu Fuß zu umrunden und in eines der netten Cafés einzukehren. Man findet ebenso einen Geldautomaten und Supermarkt in Laufnähe zum Boot.
| Inselstadt Werder |
| der Anleger von Werder |
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| Werder |
| Ketzin |
Auf Grund unserer guten Erfahrungen in Tempelhof, wählten wir diesmal auch das Redo-XXL Restaurant in Ketzin. Nach ca. 20 Minuten zu Fuß kamen wir im Restaurant an. Mit viel Glück bekamen wir den letzten Tisch - also unbedingt reservieren. Auch hier schmeckte es wieder sehr gut und wir wurden nicht enttäuscht. Aber Warnung: wer einen normalen Hunger hat, unbedingt nur die "S-Portion" wählen, ansonsten gibt es die Alufolie gleich dazu.
Der kurze Nachhausemarsch an der frischen Luft tat gut und Ketzin kam uns wie ausgestorben vor.
Auch diese Nacht merkten wir nicht, dass wir auf dem Wasser waren. Kein Schaukeln, kein Lärm
und auch sonst keinerlei störende Geräusche.
26.10.2013Am letzten Nachmittag, hieß es wieder zurück nach Brandenburg fahren. Das Wetter war immer noch sehr gut, so dass wir Ende Oktober im T-Shirt die schöne Natur genießen konnten.
Gegen drei Uhr kamen wir in Schoners Wehr an. Leider haben wir niemanden angetroffen, so dass wir noch keine Bootsabnahme machen konnten. Wir packten unsere Koffer, verstauten das Gepäck in unserem Auto und machten uns auf zum Fußmarsch in die schöne alte Stadt Brandenburg, um den letzten Abend ausklingen zu lassen. Gegessen haben wir diesmal im Kartoffelkäfer, was uns mehrfach empfohlen wurde. Wie der Name schon ahnen lässt, gibt es dort Kartoffelgerichte aller Art.
| Schoners Wehr |
| Brandenburg |
| Stadt Brandenburg |
Diesmal wurden wir gleich am Morgen von einem Mitarbeiter von Schoners Wehr begrüßt. Der freundliche Herr betankte unser Boot und machte die Abnahme. Interessanter Weise zog er einen Taucheranzug an, um unter dem Boot, den Motor zu besichtigen. Sowas haben wir in Irland noch nicht gesehen, aber wir sind halt auch in Deutschland. :-) Nachdem wir im Büro das Diesel bezahlten, machten wir uns mit dem PKW zurück in die Heimat.
Fazit: Mit Schoners Wehr waren wir äußerst zufrieden. Die Boote waren in einem Top-Zustand, leise und sehr sparsam. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und das Revier sehr schön und abwechslungsreich.
Schwierig fanden wir es, spontan einen Anleger zu finden. Das ist in Irland einfacher. Trotzdem werden wir in Zukunft sicher beide Reviere wieder aufsuchen, denn Urlaub auf dem Wasser ist immer wieder etwas Besonderes.
Hinter den "blauen Wörtern" im Text, verbergen sich Links, die weitere Informationen geben. Leider werden die Links bei Ipad und Co. nicht angezeigt.

